Ist Fertigparkett aus Furnieren ökologischer?

Ist Fertigparkett aus Furnieren ökologischer?

Holz ist der wichtigste nachwachsende Bau- und Werkstoff, der in den Wäldern von der Natur produziert wird. In Deutschland werden mehr als zwei Drittel des insgesamt genutzten Holzes in den Bereichen Bauen und Wohnen verwendet. Zugleich legen Verbraucher gerade dort besondert großen Wert auf Nachhaltigkeit und hohe ökologische Qualität der Produkte. Beim Bodenbelag ist Echtholz die beste Wahl für umweltbewusste Bauherren.

 

Ökobilanzen verschiedener Bodenbeläge weisen bei Parkett nur sehr geringe Umweltauswirkungen nach. Entscheidend zu diesen guten Werten trägt die lange Nutzungsdauer des Parketts bei. Von der Ernte des Rohstoffs Holz im Wald, über den gesamten Transportweg und die Produktion, bis hin zum fertigen Produkt und anschließender Renovierung oder gar Recyclingfähigkeit hält Parkett, was es verspricht: es ist der nachhaltigste und umweltfreundlichste Bodenbelag. Die Doppelfunktion von Holz als Rohstoff und Energieträger erlaubt eine fast vollständige Ressourcennutzung. Über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg wird bei der Herstellung von Parkett aus Echtholz weniger Energie aufgewendet als für andere Bodenbeläge. Durch die thermische Verwertung am Ende der Nutzung werden bis zu zwei Drittel der insgesamt im Lebenslauf benötigten Primärenergie wieder bereitgestellt.

 

Die zuverlässigsten Informationen über die Umweltbilanz von Parkett geben zwei Studien aus Deutschland und der Schweiz: „Aufgrund der regenerativen Rohstoffe und der ausgeglichenen CO2-Bilanz sind Holz-Bodenbeläge generell ökologisch empfehlenswert“, heißt es im Fazit der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt EMPA.

 

Aus einem Eichenstamm mit durchschnittlich 5,5 Festmeter Holz lassen sich nur ca. 95 m² Massivholzboden, aber 3.600 m² Furnierboden produzieren. Das ist fast 40-mal so viel! Durch den sparsamen Umgang mit dem Rohstoff können auch exklusive Holzarten eingesetzt werden, die als Massivholzböden unerschwinglich wären. Ein weiterer großer Vorteil von Furnierboden ist seine große Widerstandsfähigkeit. Durch die geringe Deckschicht, die auf einer hoch verdichteten Trägerschicht aufgebracht ist, entsteht ein besonders formstabiler Verbund, der sich beim Aufprall eines Gegenstandes deutlich weniger verformt als herkömmliche Echtholz-Böden.

 

 

Zertifizierung von Parkett

Nahezu das gesamte europäische Holz, das zu Parkett verarbeitet wird, stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Dokumentiert wird dies durch die beiden wichtigsten Zertifizierungssysteme FSC und PEFC.

 

FSC (Forest Stewardship Council) ist in über 80 Ländern mit nationalen Arbeitsgruppen vertreten. Für das FSC Label wurden zehn Prinzipien und 56 Indikatoren entwickelt, auf denen die weltweit gültigen FSC Standards zur Waldbewirtschaftung basieren. Wälder, die nach diesen Standards bewirtschaftet werden, können sich mit der FSC Zertifizierung auszeichnen lassen.

 

PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) ist in Deutschland die größte unabhängige Institution für die Sicherung nachhaltiger Waldbewirtschaftung. In Deutschland sind 7,3 Millionen Hektar Wald PEFC zertifiziert. Das entspricht rund zwei Dritteln der deutschen Wälder.

 

Das „Real Wood“-Zeichen dokumentiert als einziges international anerkanntes Zeichen die Vorzüge eines echten Holzfußbodens – sei es Massiv- oder Mehrschichtparkett. Das Logo wird von der Föderation der europäischen Parkettindustrie (FEP) vergeben und besagt, dass die Nutzschicht des Fußbodens aus echtem Holz besteht. So wird der Verbraucher vor der Verwechselungsgefahr geschützt, die von Holzimitaten ausgeht.

 

Quelle: Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V. www.parkett.de